Jeder stirbt für sich allein

Im Jahr 1947 erschien posthum Hans Falladas Roman »Jeder stirbt für sich allein«, in dem er sich mit dem tragischen Schicksal des Berliner Arbeiterehepaares Otto und Elise Hampel auseinandersetzte.

Unter den Pseudonymen Otto und Anna Quangel schildert er das Schicksal der beiden Widerstandskämpfer, die mit ihren Postkarten und Flugzetteln versuchten, das Naziregime zu stürzen und den Krieg zu beenden.

Peter Flachmann hat sich in mehreren Grafiken auf ganz individuelle Weise mit der Geschichte von Otto und Elise Hampel gestalterisch beschäftigt. Dabei war es ihm wichtig, sich in die Gefühle der Betroffenen und die grausamen Folgen ihres mutigen Handelns hineinzuversetzen – und dies in einer der dramatischen Situation angemessenen, klaren Einfachheit der Bildsprache umzusetzen.

Die Arbeiten lassen sich durch Anklicken formatfüllend anzeigen.

Jeder stirbt für sich allein

Art-Print, 494 x 741 mm, 2026

Trauer und Verbitterung

Art-Print, 494 x 741 mm, 2026

Grenzenlose Trauer und Verbitterung über den Tod des Bruders von Elise Hampel, der im Frankreichfeldzug 1940 gefallenen war, war der ausschlaggebende Grund für Otto und Elise Hampel zum Widerstand gegen das Naziregime aufzurufen.

Ein einsamer Kampf

Art-Print, 741 x 494 mm, 2026

Mit Ihren Aktionen versuchten die Hampels das Regime zu stürzen und den Krieg zu beenden. Otto Hampel fertigte in seiner Wohnung innerhalb von zwei Jahren unzählige Postkarten und Flugblätter an, die er nach Feierabend und an freien Tagen verfasste und verbreitete.

Die erste Karte wird geschrieben

Art-Print, 741 x 494 mm, 2026

Otto Hampel war sichtbar kein geübter Schreiber. Er verwendete für seine Botschaften eine Blockschrift, die so wirkt, als habe er seine Gedanken regelrecht in das Papier einmeißeln wollen. 

Gefährliche Aktion im Treppenhaus

Art-Print, 494 x 741 mm, 2026

Im Treppenhaus eines Bürogebäudes.
Alles ist ruhig! Ein günstiger Moment!
Er legt die beschriebene Postkarte auf den Treppenabsatz!
Ohne Hast verläßt er das Haus!
Wer wird die Karte finden und die Botschaft weitergeben?

Die Gestapo ermittelt

Art-Print, 494 x 741 mm, 2026

Das Auftauchen immer neuer Postkarten und Flugblätter verärgerte die Machthaber. Sie forderten von der Gestapo, die seit zwei Jahren erfolglos ermittelte, und die in diesem Zeitraum 234 Postkarten und Flugblätter, die bei der Polizei abgegeben worden waren, erhalten hatte, die Ergreifung der Urheber.

Karte bitte wandern lassen

Art-Print, 741 x 494 mm, 2026

Auf zahlreichen Postkarten, auf denen die Hampels das Naziregime anprangern, appellieren sie an die Empfänger, die Karten weiterzuverbreiten, in der Hoffnung, dass ihre Form des Widerstands ein breites Publikum erreichen und die öffentliche Meinung beeinflussen könnte.

Hampels werden verhaftet

Art-Print, 494 x 741 mm, 2026

Im September 1942 wurden Otto und Elise Hampel von einer Frau namens Gertrude Waschke denunziert und daraufhin verhaftet.

Vernehmung durch die Gestapo

Art-Print, 494 x 741 mm, 2026

Unter dem Druck der brutalen Gestapo-Methoden während der Vernehmungen gestand das Ehepaar Hampel, dass sie die Widerstandsschriften gemeinsam besprochen hätten und Otto Hampel sie aufgeschrieben hatte.

Elise Hampel in Untersuchungshaft

Art-Print, 494 x 510 mm, 2026

Otto Hampel in Untersuchungshaft

Art-Print, 494 x 603 mm, 2026

Vor dem Volksgerichtshof

Art-Print, 494 x 741 mm, 2026

Anklage wegen wegen »Zersetzung der Wehrkraft« und »Vorbereitung zum Hochverrat«.

Das Todesurteil

Art-Print, 494 x 741 mm, 2026

Otto und Elise Hampel wurden nach dreistündiger Verhandlung am 22. Januar 1943 zum Tode verurteilt.

Das Bild zeigt ein abstraktes, geometrisches Porträt im Stil einer flächigen Vektorgrafik (oft als „Low-Poly“ oder facetierte Kunst bezeichnet).  Hier sind die Details:  · Zentrales Motiv: Im Mittelpunkt steht die stilisierte Darstellung einer Person oder Figur. Diese besteht aus scharfkantigen, polygonalen Formen. · Farbgebung: Die Komposition verwendet einen starken Farbkontrast. Der Hauptkörper der Figur ist in einem kräftigen, leuchtenden Rot gehalten. Der Kopf ist aus hellweißen und hellgrauen Facetten zusammengesetzt. Der umgebende Raum und die Schatten bestehen aus dunklen, fast schwarzen Rottönen, Grau und einem Blau-Grau rechts. · Form und Stil: Die Figur ist stark abstrahiert, aber dennoch erkennbar. Der weiße, facettierte Kopfbereich lässt an eine Maske oder einen Helm denken. · Gesamteindruck: Das Bild wirkt modern, minimalistisch und kraftvoll. Durch die scharfen Kanten und die reduzierte Farbpalette hat es einen sehr grafischen, fast plakatartigen Charakter.

Der letzte Gang

Art-Print, 494 x 741 mm, 2026

Am 8. April 1943 wurden Otto und Elise Hampel im Strafgefängnis Plötzensee mit dem Fallbeil hingerichtet.

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